
20.07.2010 | Facetten von Armut und Ausgrenzung
Als Diakonie Mitteldeutschland wollen wir einen Beitrag leisten, dass Armut als ein Problem verstanden wird, dass uns alle angeht. Diskriminierung und Ausgrenzung armer Menschen müssen ein Ende haben. Das proklamieren auch die Staaten der Europäischen Union. So soll das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung den Dialog in den Mitgliedsstaaten und eine nationale Sozialpolitik fördern, in der Armut bekämpft und soziale Ausgrenzung verhindert wird.
Mit dem Memorandum fassen wir als Dialogpartner der Landespolitik in Sachsen-Anhalt und Thüringen und der Bundespolitik in föderalen Entscheidungen unsere bereits bekannten Ideen und Forderungen zusammen. Damit können aus Sicht der Diakonie Mitteldeutschland die Lebenslagen von Menschen verbessert werden. Viel davon haben wir schon seit Jahren thematisiert und werden es auch in Zukunft vorbringen müssen. Wir beziehen uns mit diesem Dialogpapier deshalb bewusst auf den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung.
Gemeinsamer Unterricht zur Integration von Kindern mit Förderbedarf
Förderschulen in freier Trägerschaft haben Konzepte für den integrativen gemeinsamen Unterricht erarbeitet und besitzen Erfahrung in entsprechenden Kooperationen mit staatlichen Schulen. Rechtlich besteht die Möglichkeit für Lehrer aus freien Schulen an staatlichen Schulen über die Form von Gestellungsverträgen zu unterrichten. In der Praxis sind diese Kooperationen durch die staatliche Schulverwaltung lediglich geduldet. Die Diakonie Mitteldeutschland fordert verbindliche, gesetzliche Regelungen, die den gemeinsamen Unterricht auf eine solide Basis stellen. mehr
Stellungnahme zur Situation von Flüchtlingen in Thüringen
In Thüringen ist die Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen auf besonders kleine Verwaltungsbereiche im Bundesland beschränkt, obwohl der Gesetzgeber die Möglichkeit einer weitergehenden Regelung eingeräumt hat. In Verbindung mit der Wohnsitzauflage sorgt die Residenzpflicht für soziale Ausgrenzung und Isolation. Flüchtlinge werden häufig von bereits in Deutschland lebenden Angehörigen getrennt, sozialen Aktivitäten sind enorm beschränkt. Deshalb hat die Diakonie Mitteldeutschland in einem Brief an den Thüringer Innenminister Dr. Peter M. Huber eine Lockerung der Residenzpflicht für Flüchtlinge im Freistaat gefordert, was ohne gesetzliche Änderungen relativ schnell und einfach umsetzbar wäre. mehr
18.05.2009 | Sozialpolitisches Konzept
Das soziale Gefüge und die Rahmenbedingungen für die soziale Arbeit verändern sich in den letzten Monaten und Jahren so grundlegend, wie kaum zuvor in den 60 Jahren des Bestehens der Bundesrepublik Deutschland.
Nicht nur die aktuelle Wirtschaftskrise mit ihren Folgen für den Arbeitsmarkt und die Belastung für die öffentlichen Haushalte und Sozialkassen bereitet den Experten in der sozialen Arbeit Sorge. „Es sind vor allem die nachweislichen Verarmungstendenzen der letzten Jahre und die schwierige demografische Entwicklung. Bei beiden Trends fordern wir seit langem entschlossene Reaktionen in der Bundes- und Landespolitik. Die Diakonie hat sich dabei auch immer mit konkreten Lösungsvorschlägen in die öffentliche Debatte eingebracht und wird dies verstärkt tun.“, erklärt Kathrin Weiher, Vorstand Soziale Dienste der Diakonie Mitteldeutschland. mehr





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