Diakonie Mitteldeutschland

17.11.2006 | Wenn Armut Mauern baut ...

Auftakt für Straßensammlung - Unter dem Motto „Wenn Armut Mauern baut …“ sammelt die Diakonie Mitteldeutschland für die offene soziale Arbeit und für Beratungsstellen in der evangelischen Kirche in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen und Teilen Sachsens und Brandenburgs.
Zentraler Auftakt der Straßensammlung war eine Aktion auf dem halleschen Markplatz am Freitag, den 17. November. Vor den Türmen der Marktkirche rissen Kinder aus zwei evangelischen Kindertagesstätten eine symbolische Armuts-Mauer ein. Halle ist die größte Stadt im Gebiet der Diakonie Mitteldeutschland, fast 10.000 Kinder leben hier von Sozialgeld. Das sind 40 Prozent der unter 15-jährigen. Damit liegt Halle deutschlandweit mit an der Spitze der Armutsstatistiken.
Seit fast zwei Jahren thematisiert die Diakonie Mitteldeutschland in besonderer Weise die wachsenden Armutsrisiken in unserer Gesellschaft. Gerade in den neuen Bundesländern, die überdurchschnittlich von Langzeitarbeitslosigkeit und Kinderarmut betroffen sind, ist in den verschiedenen sozialen Diensten der Diakonie die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich belegbar. „Das Problem ist nicht die Definition von Armut, nach der viele Menschen in Ostdeutschland in die Kategorie der sozial Schwachen einzuordnen ist. Vielmehr können wir in unseren Einrichtungen eine echte Zunahme menschlicher Not beobachten, die sich immer mehr auch vererbt. Die Perspektivlosigkeit wird für viele allmählich chronisch. Armut macht krank und grenzt aus.“, erklärt Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg zum Auftakt der Straßensammlung, die am 17. November in Sachsen-Anhalt und Sachsen und am 20. November in Thüringen beginnt.
Fast zeitgleich mit dem Beginn der jeweils zehntägigen Straßensammlungen berichtet der Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland auf den Landessynoden der Evangelischen Landeskirchen Anhalts, der Kirchenprovinz Sachsen und Thüringen. „Wir haben das Anliegen, Kirche und Öffentlichkeit zu sensibilisieren für dieses brisante Thema ‚Armut in einem reichen Land’, ein Thema, das lange Zeit eher verdrängt oder marginalisiert wurde. Und es wird auch in der nötigen Vielschichtigkeit problematisiert, die unsere Feststellung ‚Armut ist multidimensional!’ beschreibt. Ein Beleg dafür sind die aktuellen Debatten um Begriffe wie ‚Unterschicht’ und Kindeswohlgefährdung.“, heißt es in dem Bericht.
In der Diakonie Mitteldeutschland existieren knapp 30 Stellen, an denen Essen an Bedürftige verteilt wird, außerdem gibt es 19 Lebensmitteltafeln, 24 Tageskaffees für sozial Schwache und 30 Kleiderkammern bzw. Sozialkaufhäuser. Mehr als 30 Angebote in der offenen Jugendarbeit und für sozial schwache bzw. benachteiligte Jugendliche und 36 Angebote kreativer Feriengestaltung für mittellose Familien helfen konkret, Perspektiven für Heranwachsende zu entwickeln.
Zentraler Auftakt der Straßensammlung war eine Aktion auf dem halleschen Markplatz am Freitag, den 17. November. Vor den Türmen der Marktkirche rissen Kinder aus zwei evangelischen Kindertagesstätten eine symbolische Armuts-Mauer ein. Halle ist die größte Stadt im Gebiet der Diakonie Mitteldeutschland, fast 10.000 Kinder leben hier von Sozialgeld. Das sind 40 Prozent der unter 15-jährigen. Damit liegt Halle deutschlandweit mit an der Spitze der Armutsstatistiken.
Seit fast zwei Jahren thematisiert die Diakonie Mitteldeutschland in besonderer Weise die wachsenden Armutsrisiken in unserer Gesellschaft. Gerade in den neuen Bundesländern, die überdurchschnittlich von Langzeitarbeitslosigkeit und Kinderarmut betroffen sind, ist in den verschiedenen sozialen Diensten der Diakonie die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich belegbar. „Das Problem ist nicht die Definition von Armut, nach der viele Menschen in Ostdeutschland in die Kategorie der sozial Schwachen einzuordnen ist. Vielmehr können wir in unseren Einrichtungen eine echte Zunahme menschlicher Not beobachten, die sich immer mehr auch vererbt. Die Perspektivlosigkeit wird für viele allmählich chronisch. Armut macht krank und grenzt aus.“, erklärt Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg zum Auftakt der Straßensammlung, die am 17. November in Sachsen-Anhalt und Sachsen und am 20. November in Thüringen beginnt.
Fast zeitgleich mit dem Beginn der jeweils zehntägigen Straßensammlungen berichtet der Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland auf den Landessynoden der Evangelischen Landeskirchen Anhalts, der Kirchenprovinz Sachsen und Thüringen. „Wir haben das Anliegen, Kirche und Öffentlichkeit zu sensibilisieren für dieses brisante Thema ‚Armut in einem reichen Land’, ein Thema, das lange Zeit eher verdrängt oder marginalisiert wurde. Und es wird auch in der nötigen Vielschichtigkeit problematisiert, die unsere Feststellung ‚Armut ist multidimensional!’ beschreibt. Ein Beleg dafür sind die aktuellen Debatten um Begriffe wie ‚Unterschicht’ und Kindeswohlgefährdung.“, heißt es in dem Bericht.
In der Diakonie Mitteldeutschland existieren knapp 30 Stellen, an denen Essen an Bedürftige verteilt wird, außerdem gibt es 19 Lebensmitteltafeln, 24 Tageskaffees für sozial Schwache und 30 Kleiderkammern bzw. Sozialkaufhäuser. Mehr als 30 Angebote in der offenen Jugendarbeit und für sozial schwache bzw. benachteiligte Jugendliche und 36 Angebote kreativer Feriengestaltung für mittellose Familien helfen konkret, Perspektiven für Heranwachsende zu entwickeln.

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