
17.10.2000 | 1x essen macht 2x satt – Aktionstag

Bischof Noack erklärte, die Reformgesetze “Hartz IV” hätten in Ostdeutschland im Vergleich zum Westen zwar nicht zu größerer Armut, wohl aber zu einer stärkeren Verunsicherung geführt. Nach seinen Worten beginne der Kampf gegen Armut bereits bei nachbarschaftlicher Hilfe.
So genannte Suppenküchen und Tafeln sowie Bahnhofsmissionen und Kleiderkammern verzeichneten derzeit einen steigenden Zulauf, berichtete der Direktor des Caritas-Verbandes für das katholische Bistum Magdeburg, Franz Jorgol. Sozialminister Kley würdigte die kirchlichen Hilfswerke als unverzichtbare Partner im Bestreben des Landes, “wenigstens die Armut zu mildern”. Zusammen mit anderen Prominenten halfen sie beim Verkauf von Suppenportionen an Passanten. Mit dem Erlös soll die Arbeit der Suppenküchen unterstützt werden. Darauf machte auch das Motto des Tages “1x essen macht 2x satt” aufmerksam. Mit der Kampagne beteiligten sich Caritas und Diakonie zugleich am Internationalen Aktionstag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober, der seit 1993 jährlich von den Vereinten Nationen ausgerufen wird.



nach oben
drucken
